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Belastend (Backbetriebe)
Heben und Tragen in Backbetrieben / BGN zeigt Belastungsschwerpunkte auf
aus Report 1/2001 (Backbetriebe)
Lasten unter Einsatz von Körperkräften heben, tragen, schieben oder ziehen - das ist in Backbetrieben an der Tagesordnung. Zwar haben viele Betriebe mittlerweile Mehlsilos aufgestellt und vermeiden damit das Heben und Tragen von Mehlsäcken. Der Umgang mit Lasten von Hand wurde in der Bäckerei dadurch jedoch noch nicht abgeschafft. Die BGN hat in 11 verschiedenen Branchen Belastungsschwerpunkte beim Umgang mit Lasten untersucht. Backbetriebe waren auch dabei.
Ob das Heben und Tragen von Lasten im Betrieb tatsächlich zur Belastung wird, hängt nicht alleine von deren Gewicht ab. Wer einmal am Tag zwei 50-Kilo-Säcke trägt, empfindet das wahrscheinlich in diesem Moment als Belastung. Von einer dauerhaften Belastung für Rücken und Gelenke aber kann hier nicht die Rede sein. Außer dem Lastgewicht sind auch die Häufigkeit des Hebens und Tragens von Lasten, die dabei eingenommene Körperhaltung und manchmal auch ungünstige Bedingungen wie wenig Bewegungsraum Faktoren, die eine Tätigkeit zur Belastung für Muskeln und Gelenke werden lassen.
Teigzugabe in Teigteilmaschinen
Ein Belastungsschwerpunkt in der Backstube ist die Teigzugabe in die Teigteilmaschine. In den untersuchten Betrieben macht der Bäcker pro Arbeitstag hierbei ca. 125-mal dieselben Bewegungen, an Samstagen sogar 150-mal: Er hebt ein ca. 5 bis 10 kg schweres Teigstück aus dem Knetbottich heraus und trägt es zur Teigteilmaschine der Brötchenanlage. Dort muss er den Teig erneut hochheben, um ihn in den Einfüllschacht zu werfen.
Nach der von der BGN angewendeten Untersuchungsmethode handelt es sich bei dieser Tätigkeit um eine "wesentlich erhöhte Belastung". Eine körperliche Überbeanspruchung ist auch bei normal belastbaren Personen möglich" (siehe Kasten, Risikogruppe 3). Aufgrund der Belastungsschwere sollten Änderungen und Entlastungsmaßnahmen durchgeführt werden. Entlastung bringt z. B. ein Bottichkipper, mit dem der Teig direkt in die Teigteilmaschine gekippt werden kann. Ebenfalls entlastend ist eine rotierende Arbeitseinteilung der Beschäftigten, bei der alle einmal belastende und weniger belastende Tätigkeiten verrichten.
aus Report 1/2001 (Backbetriebe)
Lasten unter Einsatz von Körperkräften heben, tragen, schieben oder ziehen - das ist in Backbetrieben an der Tagesordnung. Zwar haben viele Betriebe mittlerweile Mehlsilos aufgestellt und vermeiden damit das Heben und Tragen von Mehlsäcken. Der Umgang mit Lasten von Hand wurde in der Bäckerei dadurch jedoch noch nicht abgeschafft. Die BGN hat in 11 verschiedenen Branchen Belastungsschwerpunkte beim Umgang mit Lasten untersucht. Backbetriebe waren auch dabei.
Ob das Heben und Tragen von Lasten im Betrieb tatsächlich zur Belastung wird, hängt nicht alleine von deren Gewicht ab. Wer einmal am Tag zwei 50-Kilo-Säcke trägt, empfindet das wahrscheinlich in diesem Moment als Belastung. Von einer dauerhaften Belastung für Rücken und Gelenke aber kann hier nicht die Rede sein. Außer dem Lastgewicht sind auch die Häufigkeit des Hebens und Tragens von Lasten, die dabei eingenommene Körperhaltung und manchmal auch ungünstige Bedingungen wie wenig Bewegungsraum Faktoren, die eine Tätigkeit zur Belastung für Muskeln und Gelenke werden lassen.
Teigzugabe in Teigteilmaschinen
Ein Belastungsschwerpunkt in der Backstube ist die Teigzugabe in die Teigteilmaschine. In den untersuchten Betrieben macht der Bäcker pro Arbeitstag hierbei ca. 125-mal dieselben Bewegungen, an Samstagen sogar 150-mal: Er hebt ein ca. 5 bis 10 kg schweres Teigstück aus dem Knetbottich heraus und trägt es zur Teigteilmaschine der Brötchenanlage. Dort muss er den Teig erneut hochheben, um ihn in den Einfüllschacht zu werfen.
Nach der von der BGN angewendeten Untersuchungsmethode handelt es sich bei dieser Tätigkeit um eine "wesentlich erhöhte Belastung". Eine körperliche Überbeanspruchung ist auch bei normal belastbaren Personen möglich" (siehe Kasten, Risikogruppe 3). Aufgrund der Belastungsschwere sollten Änderungen und Entlastungsmaßnahmen durchgeführt werden. Entlastung bringt z. B. ein Bottichkipper, mit dem der Teig direkt in die Teigteilmaschine gekippt werden kann. Ebenfalls entlastend ist eine rotierende Arbeitseinteilung der Beschäftigten, bei der alle einmal belastende und weniger belastende Tätigkeiten verrichten.
Seiten-ID: 8590.18296.1
Letzte Änderung: 04.10.2007

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