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LIFTEN LASSEN
Wirbelsäulenschäden bei Getränkefahrern vorbeugen
von Alfons Roßmann | aus Akzente 2/2000
Getränkefahrer haben überdurchschnittlich häufig Probleme mit Rücken und Wirbelsäule. Die krankheitsbedingten Fehlzeiten von Brauereifahrern betragen z. B. durchschnittlich 22 Tage im Jahr. Ein Bereich, in dem Getränkefahrer bislang kaum über technische Hilfsmittel verfügen, ist das Entladen der Getränkekisten und -fässer beim Kunden. Nachfolgend einige Möglichkeiten, Entlastung zu schaffen - sowohl für Arbeitsablauf und Gesundheit der Getränkefahrer als auch, betriebswirtschaftlich gesehen, für den Betrieb - und den Eintritt berufsbedingter Wirbelsäulenerkrankungen zu vermeiden.
Die Produktivität des Brauerei-Fahrpersonals liegt im Nahverkehr bei 28 %, im Fernverkehr bei 12 % unter der Normalleistung [1]. Die Betriebe investieren deshalb viel in die Optimierung der Logistik. Kein Problem ist das Beladen der Fahrzeuge mit Getränkekästen und Fässern im Betrieb. Es wird mit Staplern zügig abgewickelt. Anders das Entladen der Ware beim Kunden: Der Fahrer ist auf seiner Tour überwiegend auf sich allein gestellt. Bei jeder Witterung und unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten muss er unter Zeitdruck Kästen und Fässer mit großer Kraftanstrengung vom Lkw laden und in die Keller- oder Lagerräume transportieren.
Das bleibt nicht immer ohne Folgen: Bandscheibenleiden der Fahrer, Ausfallzeiten - besonders in der Hochsaison - können das Resultat sein. Dem Betrieb entstehen Mehrkosten, weil "Springer" oder Aushilfskräfte eingesetzt werden müssen. Durch den Einsatz technischer Hilfsmittel oder spezieller Ladesysteme könnte dem Getränkefahrer die Arbeit erleichtert und Erkrankungen der Wirbelsäule vorgebeugt werden.
Seitenlader: Stufenlose Übergänge
Mit einem wahlweise rechts, links oder beidseitig des Fahrzeugs angebrachten Seitenlader kann das Fahrzeug problemlos in kürzester Zeit entladen werden. Per Knopfdruck im Führerhaus lassen sich die Seitenklappen öffnen und schließen. Die Ladeplattform wird durch eine Sicherheits-Zweifuß-Steuerung auf der Plattform bewegt und kann bis auf Palettenoberkante angehoben werden. Auf diese Weise können die Gebinde direkt von Hand oder mit dem Stechkarren abgenommen werden. Das Ladegut ist über die gesamte Fahrzeuglänge zugänglich.
von Alfons Roßmann | aus Akzente 2/2000
Getränkefahrer haben überdurchschnittlich häufig Probleme mit Rücken und Wirbelsäule. Die krankheitsbedingten Fehlzeiten von Brauereifahrern betragen z. B. durchschnittlich 22 Tage im Jahr. Ein Bereich, in dem Getränkefahrer bislang kaum über technische Hilfsmittel verfügen, ist das Entladen der Getränkekisten und -fässer beim Kunden. Nachfolgend einige Möglichkeiten, Entlastung zu schaffen - sowohl für Arbeitsablauf und Gesundheit der Getränkefahrer als auch, betriebswirtschaftlich gesehen, für den Betrieb - und den Eintritt berufsbedingter Wirbelsäulenerkrankungen zu vermeiden.
Die Produktivität des Brauerei-Fahrpersonals liegt im Nahverkehr bei 28 %, im Fernverkehr bei 12 % unter der Normalleistung [1]. Die Betriebe investieren deshalb viel in die Optimierung der Logistik. Kein Problem ist das Beladen der Fahrzeuge mit Getränkekästen und Fässern im Betrieb. Es wird mit Staplern zügig abgewickelt. Anders das Entladen der Ware beim Kunden: Der Fahrer ist auf seiner Tour überwiegend auf sich allein gestellt. Bei jeder Witterung und unterschiedlichen örtlichen Gegebenheiten muss er unter Zeitdruck Kästen und Fässer mit großer Kraftanstrengung vom Lkw laden und in die Keller- oder Lagerräume transportieren.
Das bleibt nicht immer ohne Folgen: Bandscheibenleiden der Fahrer, Ausfallzeiten - besonders in der Hochsaison - können das Resultat sein. Dem Betrieb entstehen Mehrkosten, weil "Springer" oder Aushilfskräfte eingesetzt werden müssen. Durch den Einsatz technischer Hilfsmittel oder spezieller Ladesysteme könnte dem Getränkefahrer die Arbeit erleichtert und Erkrankungen der Wirbelsäule vorgebeugt werden.
Seitenlader: Stufenlose Übergänge
Mit einem wahlweise rechts, links oder beidseitig des Fahrzeugs angebrachten Seitenlader kann das Fahrzeug problemlos in kürzester Zeit entladen werden. Per Knopfdruck im Führerhaus lassen sich die Seitenklappen öffnen und schließen. Die Ladeplattform wird durch eine Sicherheits-Zweifuß-Steuerung auf der Plattform bewegt und kann bis auf Palettenoberkante angehoben werden. Auf diese Weise können die Gebinde direkt von Hand oder mit dem Stechkarren abgenommen werden. Das Ladegut ist über die gesamte Fahrzeuglänge zugänglich.
Seiten-ID: 8590.18291.1
Letzte Änderung: 04.10.2007

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